4k, Full HD oder Smartphone?

In diesem Artikel gebe ich einen ersten Überblick über das Equipment, dass ich empfehle und das ich im Kurs genau vorstelle und beschreibe. Es handelt sich um drei Pakete, die sich auch gut für unsere Kursteilnehmer eigenen ….

VARIANTE 1:

BILD: 

Du besitzt – oder kaufst dir – ein Smartphone mit der Möglichkeit 4k-Video aufzunehmen. Das wichtigste dabei: möglichst viel Speicherplatz und vor allem optische (!) Bildstabilisierung. Beim iPhone war das erste Modell, das dieser Anforderung genügte, das iPhone 7Plus. Es kostet heute rund 700,00 Euro. Alle Folgemodelle des iPhone erfüllen diese Anforderung natürlich ebenfalls (und sicher auch etliche Android Modelle.) 

SCHNITT: 

Du besitzt oder kaufst dir ein (mehr oder weniger) triviales Notebook …Ich habe beispielsweise den Kinofilm „Das Wunder von Mals“ auf einem drei Jahre alten MacBook Air geschnitten, dass vor drei Jahren rund 1.000 Euro gekostet jat, und zwar weil es so leicht war, und nicht weil es einen starken Prozessor gehabt hätte (ein Notebook also, das wirklich nicht für die Belastungen des Videoschnitts gebaut worden war).

Am Mac wählst du danach unter zwei Schnittprogrammen … Final Cut Pro X oder Adobe Premiere.

  • Final Cut Pro X kostet einmalig rund 200,00 Euro.
  • Adobe Premiere mietet man bei Adobe über’s Web: es kostet monatlich 25,00 Euro.

(Am PC beschränkt sich die Auswahl auf Adobe Premiere.) 

TON: 

Ich selbst verwende einerseits ein kleines Kondensatormikrofon für den Lightning-Anschluss des iPhone, Kosten rund 150 Euro, und andererseits, für Interview-Situationen, zwei Ansteckmikrophone mit Kabel, Kosten rund 190 Euro (inkl. Verlängerungskabel). Zusammen: 350 Euro. 

Zu meinem persönlichen iPhone-Ton-Euqipment gehört noch ein Interface um 30 Euro, um ein Funkmikrofon (über eine XLR-Buchse) an das iPhone anzuschließen. Doch das macht nur Sinn, wenn man ein Funkmikrofon besitzt (siehe Variante 2). 

VARIANTE 2: 

BILD: 

Du kaufst dir jene Kamera mit der ich zur Zeit arbeite. (Bereits mit dem Vorgängermodell habe ich für’s Kino und für’s Fernsehen gedreht, und das aktuelle Modell ist noch viel besser, als jenes Vorgängermodell.) Diese Kamera sieht aus wie eine kleine, unscheinbare Spiegelreflexkamera. Sie heißt: Panasonic GH5. Der Body (mit stabilisiertem Sensor) kostet rund 1.550,00 Euro, das (ebenfalls mechanisch stabilisierte) Zoom-Objektiv dazu rund 850 Euro. 

SCHNITT: 

Beim Schnitt bleibt alles unverändert. Jedes halbwegs aktuelle Notebook reicht zum Schnitt aus, vorausgesetzt du drehst in Full HD. (Falls du in 4k drehen willst, also mit der vierfachen Datenmenge arbeitest, verweise ich dich auf Variante 3.) 

TON: 

Du brauchst einen Ton-Adapter für die Kamera, damit du professionelles Ton-Equipment anschließen kannst. (Diesen Adapter steckt man auf den Blitzschuh.) Dazu ein Stereo- Mikrophone und ein Funkmikrophone. Alles zusammen kostet rund 1.100 Euro. 

VARIANTE 3: 

BILD: 

Kamera und Optik gleich wie in Variante 2. Zusammen 2.400,00 Euro. Nur dass du jetzt ein paar Einstellungen änderst und in 4k aufnimmst, was die Anforderungen an den Schnittcomputer enorm in die Höhe treibt. 

SCHNITT: 

Beim Schnitt wählst du jetzt den stärksten verfügbaren mobilen Mac (oder einen ähnlich ausgestatteten PC, der vermutlich günstiger ist). Ich habe gerade einen solchen Mac um 

monatlich 129 Euro auf eine Jahr gemietet (über Grover). Mit einem solchen Kraftpakete, das in jedem Fall rund 3.000,00 Euro kosten wird, kannst du nun auch 4k (mobil) schneiden. 

TON: 

Beim Ton-Equipment änder sich nichts. Alles bleibt wie in Variante 2 beschrieben. Gesamt rund 1.100,00 Euro. 

(Diese dritte Variante ist übrigens genau mein Setup, mit dem ich die Beiträge für meine Videoblogs produziere, und gleichzeitig Kino- und TV-taugliches Material drehe.) 

SCHLUSSBEMERKUNG 

Natürlich braucht man zur GH5 noch zwei Akkus, um zusammen rund 100, Euro, und vor allem mindestens zwei extrem schnelle, extrem große Speicherkarten, zum Beispiel SanDisk 128GB Extreme PRO, zusammen rund 370 Euro. Aber das war’s aber nun wirklich … 

ÜBERBLICK 

Variante 1: Falls Smartphone (in ausreichender Qualität) und Schnittcomputer vorhanden sind, kann man hier mit einer Investition von 350 Euro starten (plus monatlich 25 Euro für das Schnittprogramm). Wenn Smartphone und Schnittcomputer neu gekauft werden sollen, belaufen sich die Kosten auf rund 2.000 Euro.

Variante 2: Hier belaufen sich die Kosten auf 3.500 bis 4.500 Euro, je nachdem ob ein Schnittcomputer bereits verfügbar ist oder nicht.

Variante 3: Kostet rund 6.500 Euro. Auch das ist nicht viel: Wenn man das Equipment drei Jahre lang nutzt., belaufen sich die monatlichen Kosten auf rund 180 Euro.